Ist Milch gesund?

Ist Milch gesund?

Ist Milch gesund?

Warum hat mein Kind so viele Infekte?

In meiner über 20jährigen Praxistätigkeit und bei meinen eigenen Kindern habe ich festgestellt, dass viele Kinder im Alter von ca. 0 bis 4 Jahren auf Kuhmilch reagieren.

Symptome bei Milchunverträglichkeit

Häufig auftretende Infekte in diesem Alter können als Ursache einer Unverträglichkeit von Kuhmilch sein. Manche Kinder leiden häufig unter Mittelohrentzündungen, andere haben vergrößerte Polypen in der Nase und stehen kurz vor einer OP. Wieder andere Kinder bekommen häufig Bronchitis oder haben immer wieder Bauchweh und Durchfall.

Sicherlich sind die Kinder in dieser Altersgruppe meist in Kinderkrippen und Kindertagesstätten untergebracht, wo in den Monaten Oktober bis April immer Infekte kursieren. Trotzdem ist die Häufigkeit an Infekten der oberen Atemwege zu erkranken, bei manchen Kindern sehr ausgeprägt.

Was ist Kuhmilchunverträglichkeit?

Ich spreche in diesem Blogartikel nicht von einer Kuhmilchallergie sondern von einer Kuhmilchunverträglichkeit. Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem mit Bildung von Antikörpern auf das Allergen Milch. Bei eine Milchunverträglichkeit liegt im medizinischen Sinne keine Allergie vor, sondern der Körper reagiert auf das Überangebot an tierischem Eiweiß mit z.B. häufigen Infekten.

„Es gibt keinen Grund, jemals in unserem Leben (Tier-)Milch zu trinken. Sie ist nur für Kälber gedacht – nicht für uns Menschen. Wir sollten noch heute aufhören, Milch zu trinken.“ (Prof. Dr. F. A. Oski, ehem. Direktor der Kinderheilkunde der John Hopkins Universität).

Der krankmachende Effekt liegt in der Artfremdheit des Kuheiweißes. Dies muss im Magen- Darmtrakt entgiftet werden.

Kuhmilch enthält 300mal mehr Kasein, der Proteinanteil der Milch der für die Käsezubereitung genutzt wird, als Muttermilch. Für die Verdauung dieser Eiweiße werden Enzyme wie Lab, Rennin (im Tiermagen vorhanden, nicht bei uns Menschen) und Lactase benötigt. Dieses letztgenannte Enzym ist nicht ausreichend bei kleinen Kindern vorhanden.

Schon die Naturvölker wussten, dass Kuhmilch bekömmlicher ist, wenn sie zu Joghurt oder Käse verarbeitet ist, denn durch die Fermentierung wird z.B. die Lactose in besser verdauliche Saccharose umgewandelt.

Daher ruft eine vermehrte Zufuhr artfremden tierischen Eiweißes eine Abwehrreaktion des Körpers hervor. Dieser reagiert mit Schwellung der Lymphknoten, der Polypen (lymphatisches Gewebe) und Verdauungsproblemen. Nicht umsonst der Ratschlag vieler Diäten, wenig tierisches Eiweiß, dafür mehr pflanzliches Eiweiß zu sich zu nehmen.

Was kann ich tun bei Milchunverträglichkeit?

Fazit: Die Kuhmilch als Trinkmilch auch im Kakao komplett weglassen. Um Erfolg zu sehen, sollte dies über einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten durchgezogen werden. Kleine Mengen von Milch im Pudding, Eis, Kartoffelbrei oder Pfannkuchen sind erlaubt.

Alternativ kann auf Hafer- und Reismilch oder Johannisbrotkernmehl verwiesen werden, jedoch Vorsicht: Bei Säuglingen reichen diese als Nahrung allein nicht aus. Lassen Sie sich in der Apotheke beraten.

Vorsicht auch bei hypoallergenen Trockenmilchprodukten, auch diese werden aus Kuhmilch hergestellt!

Bei Kindern, die auf das Ritual weiße Flüssigkeit in der Trinkflasche nicht verzichten wollen, ist eine Alternative etwas flüssige Sahne mit ca. 8-9 Teilen Wasser zu verdünnen.

Von Sojaprodukten rate ich wegen möglicher entstehender Schilddrüsenerkrankungen und Allergieentwicklung sowie Genmanipulation ab.

Als Calciumlieferant aus der Nahrung könnten neben Broccoli und Spinat, Getreide und Vollkornprodukte sowie Mandelmilch dienen. Diese haben einen hohen Anteil an Calcium. Hierzu in einem späteren Blogartikel mehr.

Literatur:

Dr. med. M. O. Bruker, Biologischer Ratgeber für Mutter und Kind

Marvin Harris, Wie wir wurden, was wir sind, dtv

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