Was hilft gegen Mücken?

Was hilft gegen Mücken?

Was hilft gegen Mücken?

Warum quälen uns die Mücken?

Mücken sind Zweiflügler und die Stechmücke zählt weltweit ca. 3500 Arten. 100 Arten leben in Europa. Die kleinen Blutsauger sind 15 mm groß und wiegen nur 2 mg. Deshalb spürt man sie meist erst auf der Haut, wenn sie gestochen haben.

Sie fliegen gerne, wenn es schattig, windstill und warm ist und sie sind nachtaktiv. Sie lieben Gewässer, um in ihrer Nähe zu brüten. Die Eier legen sie an nicht fließenden Gewässern ab.

Angelockt werden sie vom Geruch des menschlichen Körperschweißes und der Körperwärme.

Die Weibchen benötigen aus unserem menschlichen Blut die Eiweiße für ihre Eiproduktion.

Die Stechmücken haben einen Speichel, der aus schmerzstillenden Anteilen besteht, daher merken wir den Stich in der Regel nicht gleich. Weiterhin besteht er aus blutverdünnenden bzw. gerinnungshemmenden Stoffen, damit der Rüssel beim Blutsaugen nicht verstopft und gefäßerweiternden Stoffen bei uns Menschen.

Was hilft gegen Mücken sofort nach dem Stich?

Reagiert man gleich nach dem Stich, kann man schlimmeres verhindern. Die Eiweiße des Speichels der Stechmücke werden zwar bei 40 °C zerstört, aber es macht keinen Sinn die Haut „zu verbrennen“. Daher hilft die Kühlung der Haut mit Eis oder Kühlpacks, damit der Speichel sich nicht ins umliegende Gewebe verteilt.

In meiner Kindheit haben wir ein bisschen “Spucke“ auf den Stich getan und gut war`s.

Während meiner ärztlichen Tätigkeit habe ich allerdings auch Mückenstiche gesehen, die wegen einer Entzündung mit einem Antibiotikum behandelt werden mussten.

Was geschieht bei uns nach einem Mückenstich?

Unser Immunsystem schüttet gegen die Fremdproteine des Speichels der Stechmücke Histamin aus, was zu den bekannten Symptomen führt wie Rötung, Schwellung und Juckreiz.

Durch Kratzen können Keime in die Haut eindringen und eine Infektion kann entstehen.

Die Umweltgifte tragen dazu bei, dass die Stiche der Insekten immer aggressiver werden.

Was hilft vorbeugend gegen Mücken?

Die chemischen Mittel zum Abhalten der Stechmücke haben oftmals Nebenwirkungen.

Folgende Mittel zur Prophylaxe gegen Mückenstiche sind vollkommen ungefährlich und nebenwirkungsfrei:

  • Man nehme 3 Globuli Staphisagria D12 und löse diese in einem Schnapsglas mit Wasser auf.

In eine lichtgeschützte Flasche (braunes Glas) füllt man ca. 30 ml Olivenöl, fügt die Staphisagria Auflösung dazu und schüttelt beide. Mit dieser Lösung reibt man die Haut ein zum Schutz vor Mücken.

  • Sitzt man abends draußen, kann man die Mücken mit Feuer oder Rauch z. B. durch Kerzen oder Lagerfeuer vertreiben.
  • Moskitonetze bei Aufenthalt im Freien nachts schützen vor den kleinen Quälgeistern. Schlafsäcke aus Baumwolle oder Leinen sind ebenso hilfreich.
  • Bewährt hat sich zur Prophylaxe kein Fleisch zu essen, dann stechen die Mücken auch weniger.

Was hilft gegen Mücken homöopathisch?

Zeitig verabreichte homöopathische Arzneien können helfen, die Beschwerden ein zu

grenzen.

Ledum palustre (Sumpfporst) eine Pflanze ist in homöopathischer Verdünnung das Mittel der Wahl bei Mückenstichen. Als Potenz sollte falls vorhanden die C200 verabreicht werden. Die Gabenhäufigkeit 3 x 2 Globuli täglich. Ist eine niedrigere Potenz z. B. die D 6 vorhanden, sollte die Gabenhäufigkeit auf 4 – 5 Gaben pro Tag erhöht werden.

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Klassische Symptome, die Ledum erforderlich machen nach einem Mückenstich:

Die Haut ist leicht rötlich oder bläulich. Nach dem Stich brennt und juckt beim Kratzen die Einstichstelle. Die Symptome verschlechtern sich durch Bewegung, Wärme und nachts. Eine Besserung ist durch Kälte oder kalte Anwendungen zu erreichen. Paradoxerweise ist der Mückenstich selber meist nicht überwärmt und heiß.

  • In der Literatur wird noch Berberis D12 bei Mückenstich empfohlen, wenn Ledum nicht geholfen hat. Dies kann ich nicht mit meiner Erfahrung bestätigen.
  • Bei den Fällen, bei denen Ledum nicht die erhoffte Besserung brachte, erfordert eine Verschlechterung der Symptomatik bei einem Mückenstiches Arsenicum album C200 3 x 2 täglich für 3 – 5 Tage und einmalig Lachesis M 1 x 2.
  • Hochlagerung und relative Ruhe für den betroffenen Körperteil ist anzuraten.

Was sieht ähnlich aus wie ein Mückenstich?

Als Differentialdiagnose (eine Erkrankung mit ähnlichen Symptomen) von Mückenstichen kommen Bisse von Grasmilben in Frage, die auch jucken und nach Aufenthalt auf Rasen- und Wiesenflächen vorkommen.

Was gibt es zu beachten bei einem Mückenstich?

Normalerweise sind Mückenstiche harmlos und der Juckreiz und die Rötung lassen nach 1 – 2 Tagen nach. Sollte jedoch der Mückenstich stark anschwellen, sich vergrößern und sehr schmerzhaft sein oder gar Flüssigkeit absondern, empfiehlt es sich, einen Arzt zu konsultieren. Bei hoch allergischen Reaktionen oder zusätzlichem Fieber und Kreislaufproblemen sollte sofort ein Notarzt gerufen werden.

Quellen:

Homöopathischer Ratgeber, Reisen mit Homöopathie, Ravi Roy u. Carola Lage-Roy, 2012, Lage& Roy Fachverlag für homöopathische Literatur

Titelbild: Mücke saugt Blut © Peter Heimpel-fotolia.com

Ein Gedanke zu „Was hilft gegen Mücken?

  1. Jutta Antworten

    Danke für die Übersicht.
    Wir halten es aktuell kaum mehr aus, weil soviele Mücken uns den Schlaf rauben.
    Hoffentlich helfen diese Tipps uns weiter 🙂

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