Was hilft bei wetterbedingten Kopfschmerzen?

Wetterbedingte Kopfschmerzen - Was hilft?

Wetterbedingte Kopfschmerzen

Viele Menschen reagieren auf Wetterwechsel mit wetterbedingten Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse ist die Hälfte aller Deutschen davon betroffen.

In diesem Blogartikel möchten wir den Ursachen nachgehen und Hilfen aufzeigen. Wetterbedingte Kopfschmerzen beeinträchtigen unser Wohlbefinden und den täglichen Ablauf, sind aber ungefährlich.

Wir nennen Ihnen einfache Maßnahmen zur Stabilisierung des Kreislaufs und somit Linderung der wetterbedingten Kopfschmerzen und weiterer Beschwerden.

Ursachen für wetterbedingte Kopfschmerzen

Ein Wetterwechsel mit herannahendem Tiefdruckgebiet reizt das vegetative Nervensystem. Auch der Hormonhaushalt und das Immunsystem sind betroffen. Oft reagiert darauf der Körper mit Puls- und Blutdruckveränderungen. Der Austausch von Luftmassen bei Druckveränderungen ist so massiv, dass der Kreislauf bei manchen Menschen nicht sich so schnell anpassen kann. Besonders bei Patienten, die unter Asthma und Atemwegserkrankungen, Rheuma, Gelenkerkrankungen und Herzerkrankungen leiden, führt ein Tiefdruckgebiet oft zur Symptomverschlechterung.

Wir kennen dies Phänomen alle bei Fönwetterlage, wenn Fallwinde und sogenannte Sferics (dies sind elektromagnetische Impulse, die bei Gewittern entstehen) einen schnellen Wetterwechsel herbeiführen. Unser Körper reagiert darauf mit wetterbedingten Kopfschmerzen.

Anders ist es bei Hochdruckgebieten der Fall. Unsere Stimmung und körperliche Verfassung ist deutlich besser, wenn sie im Anzug sind.

Starke Temperaturschwankungen führen auch zu wetterbedingten Kopfschmerzen. Wenn im Mai plötzlich die Temperaturen wärmer werden nach einer langen Kälteperiode im Frühling oder im Dezember, wenn nach dem Frost plötzlich milde Temperaturen von beispielsweise 15° C vorliegen und die Temperaturunterschiede mehr als 10 ° betragen, reagieren viele Menschen mit wetterbedingten Kopfschmerzen.

Je schneller die Schwankungen des Luftdrucks und der Temperatur sind, desto heftiger sind die Reaktionen des Körpers, da er diese Schwankungen nicht leicht ausgleichen kann.

Sinken die Temperaturen rapide im Sommer ist Kopfschmerz oft die Folge, da unsere Gefäße sich nicht so schnell auf die neue Temperatur einstellen können und mit Schmerzen reagieren.

Es sind also die extremen Schwankungen des Luftdrucks und der Temperaturen von z. B. heiß/schwül auf kalt/feucht, an die unser Körper sich nicht so schnell anpassen kann. Meistens ist es ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren wie Luftdruck, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, UV-Strahlung und Ozonbelastung.

Weitere Ursachen für Beschwerden durch das Wetter und wetterbedingte Kopfschmerzen

Menschen mit Übergewicht reagieren häufiger als normalgewichtige auf Wetterveränderungen.

Wetterfühlige mit chronischen Grunderkrankungen wie Asthma, Rheuma und Gelenkbeschwerden erleben durch Luftdruckschwankungen besonders bei Tiefdruckgebieten eine Verstärkung ihrer Krankheitssymptome.

Die Umwelt, die uns umgibt mit Aircondition und wohl klimatisierten Räumen egal wo wir uns befinden, im Auto, Büro oder Flugzeug und die Kleidung, die wir tragen aus hoch entwickelten Fasern, haben uns verlernen lassen, uns an die schwankenden Temperaturen anzupassen.

Unser Körper muss nicht viel selber tun um Temperaturschwankungen auszugleichen.

Welche weiteren Symptome kann ein Wetterwechsel noch auslösen?

Menschen mit bekannten Blutdruckproblemen reagieren besonders empfindlich. Der Blutdruck schwankt und die Betroffenen haben Schwindel und Kopfdruck.

Neben den bekannten wetterbedingten Kopfschmerzen können auch Müdigkeit, Nervosität und Konzentrationsschwäche auftreten und den Alltagsrhythmus und die Leistung am Arbeitsplatz beeinträchtigen. Oft folgt eine Migräneattacke durch die Wetterbelastung.

Schlafstörungen verstärken die Symptome noch, da auch die Nächte nicht die Erholung bringen.

Nicht nur wetterbedingte Kopfschmerzen auch Glieder- und Gelenkschmerzen können wetterbedingt sein.

Wird es im Sommer schnell warm sind häufiger Frauen als Männer von Anschwellen der Beine betroffen.

Ungewöhnliches Frieren und Schwitzen können auch Zeichen der Nichtanpassung sein.

Manche Menschen leiden unter Juckreiz alter Narben und Knochenschmerzen zurückliegender Frakturen bei Wetterumschwung.

Maßnahmen bei wetterbedingten Kopfschmerzen

Die Reaktionen des Körpers bei Wetterwechsel sind meist bedingt durch die unzureichende Fähigkeit der Anpassung unseres Körpers auf die Luftdruckschwankungen.

Die stärkenden Maßnahmen setzen dort an, den Körper in seinem Vegetativum zu stärken. Viel trinken, um den Kreislauf zu stabilisieren, ist angesagt als erste und sofortige Maßnahme.

Saunabesuche oder häusliche Wechselduschen nach Kneip trainieren den Körper auf Wetterwechsel schneller zu reagieren. Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft auch bei schlechtem Wetter stabilisieren ebenso den Körper und machen ihn anpassungsfähig. Gesunde Ernährung und Entspannung tragen dazu bei, dass der Körper genug Energie hat, um auf Stress wie Wetterwechsel positiv zu reagieren.

Sport dient ebenso dazu, den Körper und die Gefäße im wahrsten Sinne zu trainieren, mit Schwankungen besser zurechtzukommen. Es bietet sich Joggen oder Radfahren draußen an, um den Körper fit zu machen.

Auch Urlaube in anderen Klimagebieten können hilfreich sein.

Stress hingegen ist schädlich für unser Vegetativum.

Was bedeutet Biowetter?

Diese Angaben in den Medien machen einem geradezu Angst in der Vorhersage, was der Tag uns so bringt an wetterbedingten Kopfschmerzen, Schwindel, Atemnot, Herzproblemen und vielen weiteren Symptomen. Jeder reagiert individuell anders auf Wetterveränderungen. Menschen mit intakten Regulationsmechanismen des Kreislaufs können die Wetterveränderungen meistens gut ausgleichen und spüren kaum Veränderungen. Andere hingegen mit labilen Kreislaufverhältnissen und labilem Vegetativum sind eher betroffen.

Welcher Wettertyp sind Sie?

Man unterscheidet in wetterfühlig und wetterempfindliche Typen.

Von wetterfühlig spricht man, wenn Gesunde auf Wetterveränderungen körperlich reagieren. Sie leiden dann meistens unter wetterbedingten Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Abgeschlagenheit.

Bei wetterempfindlichen Menschen liegt eine meist chronische Grunderkrankung vor wie Asthma, Rheuma, Herzerkrankungen und Gelenkbeschwerden, deren Symptome durch Wetterwechsel dann noch verstärkt werden.

Was hilft noch bei wetterbedingten Kopfschmerzen?

Kaffee, Alkohol und Nikotin sollten gemieden werden, da sie nur kurzfristig den Kreislauf anregen, die Gefäße weiten und dann der Blutdruck noch weiter abfällt.

Rosmarin, Baldrian und Johanniskraut wirken beruhigend und können bei Wetterwechsel den Kreislauf durch Bäder entspannen.

Ähnliche Wirkung hat Melissen Tee, der auch zur Nacht für ruhigen Schlaf sorgt.

Homöopathische Arzneien, die bei wetterbedingten Kopfschmerzen helfen

In der folgenden Übersicht geben wir eine Aufstellung homöopathischer Arzneien, die bei Kopfschmerz durch Wetterwechsel helfen können. Die Modalitäten der Arzneien sind in diesem Blog ausschließlich auf das Wetter bezogen.

Rhus toxicodendron

Windiges, stürmisches Wetter, trübes Wetter, Kopfschmerz durch kalten Wind.

Bryonia

Kopfschmerz bei kaltem Wetter

Phosphor

wetterbedingte Kopfschmerzen vor Gewitter und durch sich dem Wind aussetzen.

Natrium carbonicum

Kopfschmerz beginnt bei warmen Wetter

Rhododendron

Windiges, stürmisches Wetter, die Schmerzen sind schlimmer in Ruhe und bei herannahenden Gewitter.

Silicea

Kalter Wind, Luftzug, Winterkopfschmerz

Hier geben wir Ihnen eine Kurzfassung, was Sie bei der Globuli Einnahme wissen müssen. Mehr dazu in unserem kostenlosen Buch: Rund um die Globuli Einnahme.

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Welche Potenz verwenden:

Die Kügelchen (Globuli) werden im Akutfall, wenn nicht anders erwähnt in der D12 Potenz verordnet. Sollte diese Dosierung abweichen, wird es extra erwähnt.

Einnahme:

jeweils 2 Kugeln (Globuli) auf einer neutralen Zunge im Mund zergehen lassen, 3-4 Gaben täglich, eventuell eine Auflösung bei heftigen Symptomen.

Auflösung der Globuli:

5 Globuli in einem Glas Wasser (ca. 100 ml Quellwasser, ohne Kohlensäure, abgekochtes Leitungswasser) auflösen lassen, mit einem Plastiklöffel verschlagen (verkleppern), und jeweils vor jedem Schluck wieder verkleppern.

Dosierung: alle Stunde einen Schluck, bei eintretender Besserung die Einnahmehäufigkeit strecken, d.h. seltener nur noch alle 2-3 Stunden einen Schluck einnehmen.

Quellen:

Titelbild:  Depressed woman at home © StockPhotoPro – Fotolia.de

-Künzli von Fimmelsberg, Jost; Barthel, Michael; Kent, James Tyler (1992): Kent’s Repertorium generale. 1. Aufl. Berg am Starnberger See: Barthel & Barthel.

-Homöopathisches Repetitorium, DHU 1996, Karlsruhe

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